Die Werke von Małgorzata Mirga-Tas verkörpern eine Form des 'Minderheiten–Feminismus', der die Widerstandskraft von Frauen feiert und zugleich tief in ihrem kulturellen Erbe verwurzelt bleibt. Mit lebendigen, dynamischen Bildwelten eröffnet sie eine Innenperspektive auf die Roma-Gemeinschaft – und zeigt sie sowohl als zeitgenössisch als auch als historisch reich geprägt.
Dieses Werk widmet sich Alina Șerban (geb. 1987 in Bukarest), einer rumänischen Schauspielerin und wegweisenden Persönlichkeit des feministischen Roma-Polit-Theaters. Alina Șerban hat maßgeblich dazu beigetragen, Roma-Geschichten und 'Herstories' (weibliche Geschichtsschreibungen) in den kulturellen Mainstream zu bringen. Sie gilt als eine der einflussreichsten zeitgenössischen Roma-Künstlerinnen. Als erste Roma-Frau in Rumänien führte sie sowohl im Theater als auch im Film Regie und ist zudem eine international gefeierte Darstellerin. Besonders bekannt ist sie für ihre Hauptrollen in "Alone at My Wedding" (Cannes, 2018) und "Gipsy Queen". Für Letzteren erhielt sie 2020 den Preis als Beste Schauspielerin der Deutschen Schauspielergilde sowie zahlreiche weitere Auszeichnungen.
Alina Șerban studierte an der Nationalen Universität für Theater und Film in Bukarest, an der Tisch School of the Arts sowie an der Royal Academy of Dramatic Art in London. Sie ist bekannt für Theater- und Filmprojekte, die sich mit sozialer Gerechtigkeit, Roma-Identität und Diskriminierung auseinandersetzen, darunter die vielfach beachteten Stücke "I Declare at My Own Risk", "The Great Shame" und "The Best Child in the World". 2020 gab sie mit "Letter of Forgiveness" ihr Regiedebüt im Film – dem ersten Film über die Versklavung der Roma, der aus einer Roma-Perspektive geschrieben und inszeniert wurde und mehrfach ausgezeichnet wurde.
Für ihr Schaffen erhielt sie bedeutende nationale und internationale Anerkennungen, darunter den Orden für kulturelle Verdienste (Rumänien, 2024), den Tajsa-Preis für das kulturelle Erbe der Roma, zahlreiche Schauspielpreise, Festival-Auszeichnungen sowie Einladungen zu renommierten Programmen wie Berlinale Talents und Young European Leaders.