Die Manifesta 16 findet in leerstehenden Kirchen in vier Städten des Ruhrgebiets statt. Die wandernde Biennale untersucht, wie ungenutzte Kirchengebäude neu gedacht und als Orte für gesellschaftliches Leben, körperliches Wohlbefinden und Begegnungen in der Gemeinschaft genutzt werden können.
Zu den mehr als 100 beteiligten Künstlerinnen und Künstlern gehört auch Šejla Kamerić mit ihrer Licht-Installation 'AGAPE' in der St. Gertrud Kirche in Essen. Die Realisierung der Installation wurde von der Art Collection Telekom unterstützt.
Šejla Kamerićs Arbeit geht von einer kleinen Inschrift im Mosaik von St. Gertrud aus: dem griechischen Wort 'ΑΓΑΠΗ' (Agape). Dies bezeichnet eine Form bedingungsloser, selbstloser Liebe zu den Mitmenschen und zu Gott. Im antiken griechischen und frühchristlichen Denken beschreibt 'Agape' eine Liebe, die gibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten – eine Liebe, die auf Fürsorge, Verantwortung und Aufmerksamkeit für andere gerichtet ist und durch die Liebe zu Gott ihre Kraft und Vollendung findet.