Mardin liegt in der türkischen Region Südostanatolien, im türkischen Teil Mesopotamiens nahe der Grenze zu Syrien und Irak. Die historische Altstadt soll als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen werden.
Die 7. Mardin Biennial wird von Çelenk Bafra, der künstlerischen Direktorin von Istanbul Modern, kuratiert. Zu den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern zählen Šejla Kamerić sowie die Gruppe Slavs and Tatars.
"Die architektonische und kulturelle Landschaft Mardins trägt die Spuren von Jahrtausenden, geprägt von arabischen, assyrischen, kurdischen, türkischen und weiteren Gemeinschaften. Als jahrhundertelanger Knotenpunkt für Handel, Glauben und Kultur prägen die miteinander verflochtenen Sprachen, Religionen und sozialen Strukturen der Stadt bis heute ihre kulturelle und politische Identität. Die erhöhte Lage der Stadt bot sowohl einen strategischen Aussichtspunkt als auch eine symbolische Schwelle zwischen Imperien und Zivilisationen und unterstreicht damit Mardins anhaltende geopolitische Bedeutung. Oft als Freilichtmuseum beschrieben, verkörpert die Stadt das architektonische und spirituelle Erbe des antiken Mesopotamiens – geprägt gleichermaßen von Geschichten des Zusammenlebens wie des Konflikts.
Vor diesem Hintergrund macht 'SKYground' jene Beziehungen sichtbar, die zeitgenössische Kunst zwischen Realität und Imagination, dem Materiellen und dem Spirituellen, dem Politischen und dem Poetischen schafft. Indem die 7. Mardin Biennale eine Verbindungslinie zwischen Himmel und Erde, zwischen dem Individuellen und dem Kollektiven, zwischen Vergangenheit und Zukunft zieht, lädt sie das Publikum dazu ein, Territorien zu durchqueren, die gemeinhin als unvereinbar gelten. Durch das Zusammenführen von 'Himmel' und 'Erde', die den Horizont voneinander trennen, eröffnet die Biennale einen kontemplativen Übergang zwischen Welten, die als weit voneinander entfernt erscheinen."