Die Republik Moldau präsentiert mit ihrer ersten offiziellen Teilnahme an der Biennale 2026 die Ausstellung 'On the Thousand and Second Night', ein Werk des Künstlers Pavel Brăila.
Im Rahmen von 'In Minor Keys' schafft das Projekt eine intime, beinahe schwebende Erfahrung, in der alles dazu einzuladen scheint, das Tempo zu verlangsamen und genauer hinzusehen. Durch die Verbindung von überliefertem Handwerk und zeitgenössischen Spannungen entwirft der Pavillon der Republik Moldau eine kontemplative Vision von Solidarität und Vorstellungskraft in einer zunehmend unsicheren Welt. Im Raum bleiben die Teppiche nicht am Boden: Sie schweben zwischen Fußboden und Decke und werden von Drohnen getragen – eine Szenerie, die Häuslichkeit, Spannung und Staunen miteinander verbindet.
Der Teppich – ein Objekt, das in der häuslichen Sphäre verwurzelt ist und mit Fürsorge und Kontinuität assoziiert wird – wird von einer Technologie getragen, die gemeinhin mit Überwachung, Kontrolle und zunehmend auch mit bewaffneten Konflikten verbunden ist.
Das Werk regt zur Reflexion über das Verhältnis von Schutz, häuslicher Erinnerung und konfliktbezogenen Technologien an. Für einen Moment wird eine mit Herrschaft verbundene Technologie zu einem Akt des Schutzes, und die häusliche Erinnerung erhält die Kraft, einen gemeinsamen Raum in der Luft schwebend zu halten.