Das MAK in Wien widmet der 2025 mit dem Münze Österreich Preis ausgezeichneten Künstlerin Kateryna Lysovenko eine Einzelausstellung. Die Künstlerin wurde in der Ukraine geboren, studierte am Grekov-Kunstcollege in Odesa und der Nationalen Akademie der Bildenden Künste und Architektur in Kyjiw. Seit 2022 lebt sie in Österreich. In großformatigen Gemälden, Wandarbeiten, Aquarellen und Texten befragt sie, was Krieg mit Körpern, Sprache und Zugehörigkeit macht. Gespenstische Gestalten, Tiere und Mischwesen bevölkern ihre figurativen Bilder – eine Antwort auf die Rhetorik der Kriegspropaganda, die Menschen mit Tieren gleichsetzt, um Gewalt zu rechtfertigen. Malerei ist für Lysovenko soziale Handlung und politisches Medium: weniger Illustration von Ereignissen als Methode, die Welt zu erkunden und zu hinterfragen.