'South by Southeast' markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung der Sammlung des EMΣT und in ihrer inhaltlichen Ausrichtung.
Ausgehend von Neuerwerbungen, Schenkungen und bereits vorhandenen Werken der Sammlung stellt die Ausstellung eine neue Sammlungspolitik in den Mittelpunkt, die 2021 begonnen wurde. Sie löst sich von den überlieferten westlichen Kunsttraditionen und richtet den Blick auf Griechenland als Teil eines größeren Kulturraums, der den Mittelmeerraum und Südosteuropa umfasst. Dieser Raum erstreckt sich über den Balkan, die Türkei, den Nahen Osten und Nordafrika.
Damit wird Griechenland nicht länger als Randgebiet Westeuropas betrachtet, sondern als zentraler Knotenpunkt zwischen Südosteuropa und dem Nahen Osten. Diese historisch eng miteinander verflochtene Region ist geprägt von Migration und Mobilität, kulturellem Austausch, Konflikten, Mehrsprachigkeit und vielfältigen, sich überlagernden Identitäten.
Die Ausstellung vereint Werke von 50 Künstler*innen aus mehr als 20 Ländern.